WappenlyraGesangverein 1877 Guxhagen e.V.
Mitglied des Sängerkreises Heiligenberg
im Mitteldeutschen Sängerbund
des Deutschen Chorverbandes

Samstag, 06 Mai 2017 08:00

Konzert in der Klosterkirche

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Das Konzert liegt hinter uns und hat trotz aller Bedenken im Vorfeld und einiger Kritik am Liedgut sehr großen Anklang gefunden. Danke, dass iihr alle so konzentriert bei der Sache gewesen seid, schließlich gab es für einige Sänger, die in drei Chören gesungen haben, keine Erholungspause.  Aber es hat Spaß gemacht, war im Nachhinein von den Aktiven zu hören, auch in unserer neuen kleinen Gemeinschaft "Projektchor" mit Liedern in Fremdsprachen.  Schön, dass wir uns im Anschluss bei Getränken und von Sängerinnen zubereitetem "Fingerfood" noch mit vielen Besuchern unterhalten konnten. Danke Birgit  und Marion für Geduld und Einsätze am Klavier.!

Der in der  HNA veröffentlichte Artikel wird im Volltext wiedegegeben.

Vom Frühling und Raritäten

Gesangverein Guxhagen 1877 feierte 140 Jahre Chorgesang in der Klosterkirche

Gushagen. Frühling, Film & Raritäten - mit diesem Motto feierte der Gesangverein 1877 Guxhagen sein 140jähriges Bestehen. In der Klosterkirche in Guxhagen erklangen am Samstagabend die Stimmen von drei unterschiedlichen Chören. Unter der Leitung von Birgit Nering sangen der Männerchor, der Gemischte Chor und ein Promjektchor, der vor einem Jahr gegründet wurde.

Alle drei Chöre gemeinsam eröffneten das Konzert, als sie zu "Sing xour song" von den Seitenschiffen her zur Aufstellung vor der Orgel gingen. Es folgte ein abwechslungsreiches Programm, in dem die Chöre ihre Vielseitigkeit demonstrierten: Sie sangen sowohl alte als auch neue Literatur. Bekannte Weisen aus Filmen wurden genauso flexibel und wohlklingend interpretiert wie alte Frühlingslieder und Raritäten, die selten zu hören sind. Stimmungsvolle Weisen waren genauso mit Genuss anzuhören wie fröhliche Lieder.

Alls drei Chöre sind dank Nering gut geschult, klingen homogen und folgen ihrem dynamischen Dirigat. Es erklangen unter anderem "Island in the sun", "Nun will der Lenz uns grüßen" vom Männerchor. "Wie herrlich blühen Baum und Strauch" und "Mein kleiner grüner Kaktus" vom Gemischten Chor. Der Projektchor hat in den Proben fremdsprachige Literatur eingeübt - so beispielsweise "Notre pére" und "something stupid". Die Zuhören ließen sich von den Melodien anstecken und hatten besondere Freude an modernen Titeln - bei "La-le-lu" wurde der Refrain mitgesummt. Vieles wurde à capella gesungen, bei manchen Liedern begleitete Marion Happel am Klavier.

Ralf Löber als Moderator bereitete auf die gesungene Literatur vor, gab den Besuchern viel Hintergrundwissen über die Entstehung und Bedeutung der Texte.

Zweiter Vorsitzender Manfred Schwerdtner erzählte in einem Vortrag die bewegte Geschichte des Gesangvereins. Bereits ab 1830 trafen sich nachweislich einige Männer, die unter der Leitung eines Lehrers sangen. Im November 1877 wurde dann offiziell der Gesangverein gegründet, der bis 1914 jedes Jahr ein Sängerfest veranstaltete. Die Regeln waren damals streng. Zu spät kommen und mehrmaliges Fehlen wurde mit Ausschluss geahndet oder mit einem Obolus in die Kasse. Die beiden Weltkriege unterbrachen das Vereinsleben, das in ruhigen Zeiten sofort wieder aufgenommen wurde. Im Mai 1947 formierte sich der Männerchor neu, 1949 kam ein Frauenchor dazu. Seit 1954 führt der Verein offiziell den Namen "Gesangverein 1877 Guxhagen", seit 2002 darf er sich auch e.V. nennen. 1977 wurde das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen mit einem großen Fest gefeiert, und schon da wurde sorgenvoll auf die Zukunft der Chöre geblickt.

Diese Sorge hat sich bis heute verstärkt, und deshalb wurde vor einem Jahr der Projektchor gegründet. Man hoffe damit, so Schwerdtner, junge Menschen für die Chormusik zu gewinnen.

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